2012-04-02

Titelseite fürs Kavallo - Das Schweizer Pferdemagazin

Von markus.mallaunmetana @ 14:56 [ Default ]

Wir durften mal wieder für das Kavallo - Das Schweizer Pferdemagazin fotografieren.
Diesmal ging es ins niedliche Hemikken mit ihren paar Hundert Einwohnern in der Nähe von Basel. Wir trafen uns mit Sarah Martin (Landrätin, Vizepräsidentin Grüne BL), eine Jungpolitikerin und ihre zwei alten Herren, Rasputin und Sandrigo. Wir hatten Glück; es war ein wunderschöner Sonnentag, trotz der kühlen Brise, so dass wir uns nicht allzu grosse Sorgen machen mussten, ob das Licht auch wirklich passen wird.

Als wir in Hemmiken ankamen wussten wir sehr schnell, dass die bezaubernde Landschaft  vom Baselland mit ihren Hügeln und den Wäldern eine perfekte Kulisse für unser Shooting darbieten würde. So kam es dann auch. Es war recht einfach Sarah und ihre Pferde in Szene zu setzen, da sie bereits ein tolles eingespieltes Team waren und wir mit wenigen Anweisungen perfekte Resultate einfingen. Herzlichen Dank auch in diesem Sinne an Sarah Martin für ihren ausgezeichneten Einsatz!

Für das Titelbild entschieden wir uns ein sehr dynamische Foto auszuprobieren und nach einigen Malen hin un her galoppieren hatten wir es dann auch geschafft ein schönes Titelbild einzufangen, so dass die Chefredaktorin vom Kavallo, Corina Hany und Sarah Forrer, freischaffende Journalistin, die uns diesmal begleiteten, auch gleich begeistert waren. Für die Galopp-Fotos entschieden wir uns für ein 200mm Objektiv und verwendeten nur das vorhandene Licht. Bei den anderen Fotos setzten wir noch eine Softbox ein, so dass wir auch alle schön ausleuchten konnten.

Wir hatten viel Spass, haben natürlich auch viel Freude, dass wir die Titelseite bekommen haben und freuen uns auf das nächste Shooting für Kavallo.


 

 

 

 

 

 

 

 

 


2012-03-06

Titelseite fürs Migros Magazin Reise Spezial

Von markus.mallaunmetana @ 14:08 [ Default ]

Willkommen in Bodrum. So begrüsst das Migros Magazin seine Leser der Reise-Extra-Beilage. Und die Titelgeschichte haben wir fotografiert. Bereits im Herbst waren wir einige Tage in Bodrum (Türkei) und haben Land und Leute geknipst. Ursprünglich war eine klassische Reisereportage geplant. Da wir jedoch mit vielen tollen Portraits nach Hause gekommen sind, entschied sich die Redaktion, ihr Konzept anzupassen und primär jene Leute vorzustellen, welch wir portraitiert haben. So wurden aus geplanten 3 Seiten mal wieder einige mehr ;-) ...was gute Bilder und tolle Geschichten ausmachen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


2012-02-22

TV Commercial für Volkswagen Schweiz mit Sarah Meier

Von markus.mallaunmetana @ 17:13 [ Default ]

Von der Fotografie zum Filmen ist es kein weiter Weg und umgekehrt. Ausserdem habe ich meine Wurzeln in der Werbung und während dieser Zeit schon einige dutzend Werbefilme gedreht.

So kam es, dass wir für Volkswagen (Schweiz) AG einen Commercial mit Sarah Meier (Europameisterin 2011 im Eiskunstlauf) produzieren durften. Die Rahmenbedingungen waren allerdings sehr tough. Einerseits musste das Projekt mit einem minimalen Produktionsbudget realisiert werden, und was uns am meisten Kopfzerbrechen machte; Wir hatten für den gesamten Dreh ein sehr kleines Zeitfenster von 4 Stunden.

Die Idee entstammt von VW: „Wir möchten für die Eisveranstaltung Art on Ice einen Commercial drehen, den wir auf den Screens präsentieren können. Er soll Sarah Meier auf dem Eis zeigen, wie sie in den neuen VW Up einsteigt und davon fährt.“

Basierend auf dieser Vorgabe haben wir für VW ein Storyboard entwickelt und mit der Planung der Geschichte begonnen. Schnell war klar, dass das knappe Zeitbudget nicht ausreichen würde, um alles alleine produzieren zu können. So nahmen wir Pascal Wasinger für die Kameraführung mit an Board, der einen top Job machte.

So konnte ich mich zu 100% auf die Regie konzentrieren und Serpil übernahm - wie schon im Vorfeld - die gesamte Produktion. Alles lief perfekt ab und wir haben bis zur letzten Minute produziert. An dieser Stelle auch ein herzlichen Dank an Sarah Meier für ihren professionellen Einsatz und dafür, dass sie mit ihrem dünnen Eiskunstlauf-Kleidchen so lange in der Kälte ausgeharrt hat.

Für die Vertonung des Commercials haben wir den Song „you and me“ von Tanja Dankner verwendet; Ein Song, den auch Sarah Meier während ihrem Auftritt am Art on Ice begleitet hat.

Kunde: Volkswagen (Schweiz) AG
Regie/Drehbuch: Markus Mallaun
Kamera: Pascal Wasinger
Produktion: Serpil Mallaun
Stunts: Sarah Meier
Musik: Tanja Dankner
Making of-Bilder: Christian Flierl

 

 

Storyboard

 

Making-of

 

 

 

 


2012-02-15

8 Athletes, 6 Sports - the making of...

Von markus.mallaunmetana @ 11:55 [ Default ]

Für unseren Kunden Lodestone Management Consultants haben wir die neue Corporate Bildwelt fotografiert. Entwickelt wurde die Idee und das Konzept von Cyril Brühlmann (Eigelb - Atelier für Gestaltung in Basel).

Das Konzept: Dynamische Sportler im Wolkenhimmel, im harten Licht fotografiert. Genau unsere Spezialität also. ...und wir hatten jede Menge Spass bei der Produktion!!!

Bereits die Vorarbeiten zu dieser Produktion gestalteten sich als äusserst spannend. Die Sportarten mussten abschliessend definiert werden und wir mussten Models finden, die nicht nur gut aussehen, sondern auch authentisch die Sportart ausführen konnten.Wir kamen schnell zum Punkt, dass wir die Produktion nur mit echten Sportlern umsetzen können. Nur schön aussehen reichte für dieses Projekt nicht. Wir hatten Glück und fanden für alle geplanten Sportarten die entsprechenden Athleten, die wirklich einen top Job machten.

Auch die Organisation des gesamten Equipments und der Ausrüstungen nahm einiges an Vorbereitungszeit in Anspruch. Dank der hilfsbereiten Unterstützung von zahlreichen Ausrüstungsfirmen, lief aber auch dieser Teil reibungslos ab und so konnten wir fürs Shooting professionelles Material einsetzen.  

Die Produktion selber fand bis auf ein Sujet in unserem Fotostudio in Adliswil statt. Lediglich das Sujet mit den Ruderern haben wir aus Platzgründen in eine Turnhalle verlegt. Das 11 Meter lange Ruderboot hätte zwar in unser Studio gepasst,allerdings hatten wir in der Turnhalle deutlich mehr Möglichkeiten für das Platzieren der Lampen, Reflektoren und Abdeckungen.  

Der Making-of Film gibt euch einen guten Einblick, wie die Bilder in der Umsetzung entstanden sind und welcher Aufwand hinter dieser Produktion steckte. 

Hier gehts zum Making-of Film:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


2011-12-20

Werbung für den Dessertpapst

Von markus.mallaunmetana @ 15:50 [ Default ]

Gestern hatten wir die Ehre, Brian Jäger - den ungekrönten Dessertpapst und eine seiner Kreationen zu fotografieren.

Einerseits stand das Portrait für das Inserat auf dem Programm und als zweites wurde seine Dessertkreation ins rechte Licht gerückt. 

Das Portrait wurde mit einer Softbox und einem harten Licht von hinten gemacht. Die Aufnahmen des Desserts gestalteten sich etwas schwieriger; Diese machten wir auf unserem Aufnahmetisch, beleuchteten das Objekt einerseits von unten und von oben bauten wir einen Himmel. Mit Spiegeln setzten wir indirekte Lichtakzente, um einzelne Dessert-Elemente speziell hervorzuheben. 

Wer noch mehr über Brian und seine Ausflüge in die süssen Universen der kulinarischen Küche erfahren möchte, kann dies gerne auf seinem Dessertblog nachlesen. 

 

Und hier noch die Bilder vom Making-of

PS Wie man spannende Portraits schiesst, zeigen wir übrigens in unseren Fotokursen. Auf unserer Website findest du alle relevanten Infos zu den Foto Workshops. 


2011-12-06

Viel Muskeln, Oel und hartes Licht

Von markus.mallaunmetana @ 13:05 [ Default ]

Das hat richtig Spass gemacht! Im Rahmen eines Werbeshootings haben wir zahlreiche Sportler geknipst. U.a. auch Andy Lee mit seinem phantastischen Body.

Andy musste als Schwimmer herhalten und wurde entsprechend von unseren Ladies aufgebretzelt und eingeölt. Die Kombination von viel Oel und hartem Licht, hat schlussendlich auch dazu geführt, dass seine Muskeln so richtig gut zur Geltung kamen.

Bei der Lichtführung ist darauf zu achten, dass vorallem nicht zu viel Aufhelllicht verwendet wird und zuerst die Streiflichter (harte Strahler mit Wabengitter) gesetzt werden. Das Setzen der Streiflichter ist nicht einfach und braucht viel Geduld (auch vom Model). Denn jede kleinste Bewegung oder Abweichung von der vorherigen Situation führt sofort dazu, dass die Streiflichter sich verändern. Das stellenweise Ausbrennen der Lichter ist übrigens durchaus gewollt und lässt sich mit dem Oel auch nur unschwer vermeiden.

Nachdem die Streiflichter gesetzt waren, habe ich von vorne eine einzelne Softbox installiert und langsam das Licht nach oben geschraubt. Beim Frontlicht würde ich empfehlen, sparsam mit der Lichtmenge umzugehen, da ansonsten die Streiflichter absaufen und der harte Effekt verloren geht.

Es waren übrigens ca. 5 Lampen für die Streiflichter im Einsatz und von vorne eine Softbox.

Hair & Make-Up wurde übrigens von Michelle gemacht. Herzlichen Dank an dieser Stelle auch an sie!!!

oel_musklen
Nikon D3s, Nikkor 85mm 1.4,
1/200, f16

 

Wir hatten alle riesig Spass am Shooting ;-)

 

 


2011-10-20

Wir suchen sportliche Fotomodelle

Von markus.mallaunmetana @ 14:25 [ Default ]

Wir suchen sportliche Fotomodelle (m/w) für ein professionelles Werbeshooting!

Bist du sportlich, muskulös, gutaussehend und hast eine athletische Figur? Zwischen 20 bis 35 Jahre alt? Bist männlich oder weiblich und interessiert an top ästhetischen Fotos von dir?


Wir suchen für ein aufwändiges Werbeshooting sehr athletische, bzw. sportlich gebaute Fotomodelle mit gutem Muskelbau. Deine Haut-/Haarfarbe und Körpergrösse spielt keine grosse Rolle, da wir verschiedene Typen/Modelle suchen. Auch Anfänger sind willkommen.

Es handelt sich beim Werbeshooting um ästhetische/realistische Sportaufnahmen von verschiedenen Sportarten. Fachkenntnisse zu den Sportarten sind nicht notwendig (Sprint, Speerwurf, Bogenschiessen, etc.), da alle Aufnahmesituationen inszeniert sind und unter professioneller Fachanweisung statt finden.

Das Shooting findet im November 2011 bei uns im Fotostudio in Zürich statt und dauert ca. 1/2 Tag. Dein Einstz wird entlöhnt und wir bezahlen dir ein Honorar. Spesen werden ebenfalls von uns übernommen.

Bewerbe dich noch heute zum Casting bei uns! Einsendeschluss ist der 6. November 2011. Sende uns ein Mail (info@mallaun.ch) mit Foto, einigen Angaben zu deiner Person (Name, Adresse, Alter, Grösse, Konfektionsgrösse, Schuhgrösse) und wir werden uns umgehend bei dir melden.

Fotostudio Mallaun
Soodstrasse 55
8134 Adliswil
info@mallaun.ch
www.mallaun.ch
Tel.      +41 44 771 27 02
Mobile +41 76 567 40 11
Kontakt: Serpil Mallaun

 


2011-09-30

Warum Photoshop schöne Fotos macht.

Von markus.mallaunmetana @ 14:18 [ Default ]

Heute schreibe ich mal etwas zum Thema Photoshop und zeige auch gleich eine vorher-/nachher-Vergleich. Es ist nicht so, dass Photoshop das Allzweckmittel für schöne Bilder ist. Allerdings kann man damit - richtig eingesetzt - einiges aus einem normalen Bild rausholen.

Letzten Samstag hatten wir ein cooles Portrait-Shooting in unserem Studio. Beleuchtungstechnisch habe ich mich für einen Beauty Dish entschieden und von hinten habe ich zwei harte Streiflichter mit Wabenvorsatz gesetzt. Unsere Windmaschine hat noch richtig Dampf gegeben und so entstand ein schön dynamisches Portrait. Nur mit dem Hintergrund bin ich im Nachhinein nicht ganz so glücklich - der ist mir etwas zu unruhig.

 

Mit Photoshop-Bearbeitung:

 

Ohne Photoshop-Bearbeitung:

 


GRUNDSÄTZLICHE ÜBERLEGUNGEN MIT PHOTOSHOP
Bei meinen Arbeiten mit Photoshop gehe ich immer den non-destruktiven Ansatz. D.h. ich arbeite mit Ebenen und Masken oder dupliziere das Hauptbild, um nicht die Original-Datei zu beschädigen. Zusätzlich arbeite ich mit RAW-Dateien, um den gesamten Dynamik-Umfang  und die Möglichkeiten des RAW-Konverters voll auszuschöpfen.


DER „RICHTIGE WORKFLOW“
Jeder muss für sich selber den richtigen Workflow finden; Also den passenden Ablauf beim Bearbeiten von Bildern. Je nach Art des Themas kann dieser unterschiedlich sein (Architektur, Beauty/Fashion, Natur, Tiere, etc.).

Bei Beaut-Retouchen gehe ich wie folgt vor:

  • Zuerst mache ich die Hautretouchen (Beheben von Unreinheiten)
  • Danach korrigiere ich Formen und Strukturen (Korrektur von Proportionen)
  • Danach widme ich mich den dominanten Elementen wie Augen, Lippen, Zähne und Hände).
  • Im Anschluss werden die Highlights und Tiefen beeinflusst (Hervorhebung der hellen und dunklen Bereiche).
  • Wenn alle klassischen Retouche-Arbeiten abgeschlossen sind, optimiere ich die Hautstruktur und korrigiere selektiv den Schärfe-Bereich (Selektives Weichzeichnen und Schärfen)
  • Fast zu Letzt widme ich mich der grundsätzlichen Bearbeitung von Kontrast, Dynamik, Tonwert oder Farbkorrekturen.
  • Und erst ganz am Schluss greife ich selektiv in einzelne Bildbereiche ein, wenn es darum geht spezifische Bereiche über Tonwertkorrektur, Farben oder die Gradationskurve zu beeinflussen.

Das gesamte File wird immer als PSD-File (Photoshop-Datei) abgespeichert, um jederzeit wieder an den Ebenen Veränderungen vorzunehmen.

Volle Ansicht aller verwendeten Ebenen-Paletten:



HAUTRETOUCHEN
Zuerst beginne ich mit den Hautretouchen. Hierfür dupliziere ich die Hintergrund-Ebene und arbeite abwechslungsweise mit dem Ausbesserungs-Werkzeug oder mit dem Stempel-Werkzeug. Bei der Hautretouche entferne ich Hautunreinheiten, ungewünschte kleine Falten oder andere störende Elemente wie einzelne Haare, Staubpartikel oder Flecken. ACHTUNG: Wer nicht in der Beauty-Welt zu Hause ist, sollte bei den Hautretouchen nicht übertreiben. Der Mensch ist nun mal nicht perfekt und einige „Hautunreinheiten“ gehören auch durchaus zur Persönlichkeit eines Menschen. Man kann auch sagen; „Ein charaktervolles Gesicht lebt von Kampfspuren“. Überlegt euch also gut, wieviel man wegretouchieren soll und wo zu viel Retouche die Persönlichkeit des Menschen auf dem Bild verändert. Ein zu stark retouchiertes Gesicht wirkt schnell unnatürlich. Bei diesem Bild war dies durchaus gewollt - doch selbst hier habe ich die Hautstruktur nicht komplett zugemalt.

 

Hautretouche vor der Bearbeitung


Hautretouche nach der Bearbeitung:

 

KORREKTUREN VON FORMEN UND PROPORTIONEN
Ein sehr heikler Bereich. Hier kann schnell viel schief gehen. Im Wesentlichen geht es darum, bei diesem Prozessschritt einzelne Bereiche in Form zu bringen. Mit der Funktion „Verlüssigen“ (Filter > Verlüssigen) korrigiere ich Gesichtskanten, Körperformen und allgemein Proportionen, so wie es mir gefällt. Man könnte hier ganze Abhandlungen von zum Thema Proportionen schreiben. Schlussendlich bleibt es im Ermessen des Bildbearbeiters, wieviel Korrektur notwendig ist und wo das Limit erreicht ist.



Bereits Leonardo Da Vinci hat sich damit befasst, die Proportion des Gesichtes in eine wissenschaftliche Formel umzuwandeln und es gibt auch in der neusten Zeit zahlreiche fundierte Studien, welche sich mit diesem Thema befassen. Hierbei haben sich vorallem die Arbeiten von Dr. Stephen R. Marquardt etabliert und dessen Raster gilt für viele als hilfreiche Information bei der Definition optimaler Gesichtsproportionen. Auf seiner Website ist die gesamte Abhandlung seiner Erkenntnisse für jedermann frei zugänglich (auch wenn er bezüglich Website-Gestaltung kein grosses Gespür für Ästhetik, Proportionen und Design besitzt ;-)

Den Rest der Bildbearbeitung gibts in einem meiner Folge-Beiträge.

 


2011-09-20

Fotoreportage fürs Migros Magazin

Von markus.mallaunmetana @ 12:43 [ Default ]

Im April 2011 reiste ich zusammen mit dem Redakteur Reto Wild für 6 Tage nach Israel, um fürs Migros Magazin eine Reise-Reportage zu fotografieren.

Gestern nun wurde die Geschichte auf 6 Seiten publiziert. Vorgesehen waren eigentlich 4 Seiten, aber offensichtlich hat die Geschichte der Redaktionsleitung so gut gefallen, dass es zwei zusätzliche Seiten gegeben hat.

Hier gehts zur Story>



Was auf den ersten Blick so aussieht wie eine gemütliche Ferienreise ist knochenharte Arbeit. Und trotzdem ist es wohl das Schönste, was es für mich als Fotografen gibt, wenn ich in ein fremdes Land reisen darf und meine Eindrücke auf Bild nach Hause bringen kann. Länder-Reportagen sind mein Spezialgebiet und das Eintauchen in „fremde Kulturen“ sind für mich Erlebnisse, von denen ich nie genug kriegen kann. Trotzdem beginnt der Job meist früh morgens und endet erst dann, wenn alle Lichter aus und die Batterien der Kamera leer sind.


Die Reportage führte uns zuerst für 3 Tage nach Tel Aviv - die Stadt, die niemals schläft und anschliessend nochmals 3 Tage nach Jerusalem. Zwei Städte, so unterschiedlich wie Zürich und Herisau. Ich denke, dass Reto die Situation in seiner Story treffender nicht hätte beschreiben können. Und so waren denn auch die Eindrücke und Erlebnisse sehr unterschiedlich und äusserst spannend.

In Tel Aviv haben wir uns während 3 Tagen die Füsse platt gelaufen und ich habe mir die Finger wund geknipst bis der Chip geraucht hat. Die Stadt bietet so viele Eindrücke und an jeder Ecke wartet eine neue Überraschung, dass man in 3 Tagen natürlich nur einen winzig kleinen Teil einsaugen kann.

Danach ging es weiter nach Jerusalem - eine Stadt, deren Mystik mich noch lange in meinen Träumen begleiten wird. Obschon die Stadt ein dauernder Brennpunkt der unterschiedlichen Religionen und Kulturen ist und jede Menge politisches Konfliktpotenzial bietet, hat sie durch ihre tiefe Spiritualität etwas sehr beruhigendes. Und ich schreibe das nicht, weil ich speziell religiös oder spirituell angehaucht bin. Es ist einfach die Stadt als solches, die den Besucher unweigerlich in Bann zieht und fasziniert. Als Fotograf ist Jerusalem ein einziges, grosses Freilichtmuseum - ebenfalls fast unmöglich, in 3 Tagen alles fotografisch einzufangen.

Als Fotograf ist man immer geneigt zu viel Equipment mitzunehmen. So auch bei diesem Auftrag. Bei mir gilt eigentlich immer: „Lieber zu viel, als zu wenig“. Denn es gibt nichts dümmeres, als ein verpasstes Foto, aufgrund schlechter oder fehlender Ausrüstung. Wenn man als Fotograf den ganzen Tag zu Fuss unterwegs ist, kann man nicht einen Rollkoffer hinter sich herziehen und für alle Situationen gerüstet sein. Da muss man unweigerlich Kompromisse eingehen. So zog ich jeweils mit meinem bewährten Standard-Equipment los. Nikon D3s und drei Festbrennweiten-Objektive (20mm 2.8, 30mm 2.0, 85mm 1.4). Ich hatte zwar immer auch noch ein Blitzgerät und einen Reflektor dabei; Diese kamen untertags aber eher selten zum Einsatz, weil eine Magazin-Reportage eher auf natürliche Fotografie setzt, als auf effektvolle Blitzgeschichten. Abends hatte ich jeweils noch das Stativ dabei, das TTL-Kabel sowie einen Diffusor-Schirm, für alle Fälle. Die Portrait-Bilder der beiden Interview-Partner habe ich dann mit Blitz und Diffusor-Schirm gemacht - jedoch so eingesetzt, dass das Hintergrundlicht die fotografierten Personen charmant in Szene setzte.  
Selbstverständlich hatte ich auch mein MacBook dabei, um Abends gleich die Auswahl zu treffen, die Bilder zu bewerten und zu verschlagworten.

Eingepacktes Equipment für diese Reportage:
Nikon D3s
Nikon 20mm 2.8
Nikon 30mm 2.0
Nikon 85mm 1.4
Nikon 70-80mm 2.8
Nikon 24-8mm 2.8-40
Nikon 16mm 2.8 Fisheye
2 Nikon SB-900 Blitzgeräte
1 TTL-Kabel
1 Diffusor-Schirm
1 Lastolite Reflektor TriGrip
1 Blitzstativ Manfrotto
1 Kamerastativ Manfrotto

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


2011-09-06

Wenn die Zahnlücke die Hauptrolle spielt

Von markus.mallaunmetana @ 09:37 [ Default ]

Das Set-Up für dieses Bild war denkbar einfach. Es regnete leicht und deshalb hatten wir auch gar keine Chance, gross Licht zu setzen. So platzierte ich unter dem Vordach einen Beauty-Dish und platzierte mein Model Nanouk in geringem Abstand darunter (Beauty-Dish leicht von oben).
Die Stärke des Blitzes wählte ich so, dass zwischen Hintergrund und Model nicht mehr als eine Blende Unterschied bestand.
Am Beauty-Dish von Hensel liebe ich, dass er sensationell schöne Schattenverläufe zeichnet. Die Schatten sind deutlich zu erkennen und laufen gegen aussen langsam aus. Im Gegensatz zu einer Softbox (auch eine kleine) habe ich dadurch viel mehr Zeichnung und Struktur auf dem angeleuchteten Model.
Den comic-artigen Look habe ich dann im Photoshop erzeugt. Dabei verwendete ich einige Layers mit dem Hochpassfilter und habe noch anständig Dodge und Burn eingesetzt, um die Tiefenwirkung der Highlights und Schatten zu verstärken. Wenn ich mal Zeit habe und entsprechend ausgerüstet bin, kann ich dies gerne mal erklären. Ein einigermassen brauchbares Tutorial zu diesem Effekt findet man auf Flickr. Allerdings wurden bei diesem Tutorial die Parameter für meinen Geschmack zu übertrieben eingesetzt, sodass die Wirkung sehr unrealistisch aussieht.

(auf Bild klicken, um Foto zu vergrössern)
Zahnlücke

Nikon D3s, 35mm 2.0, Hensel Beauty Dish
ISO 800, 1/60, F22


Posts  1 - 10 /114